Verhaltenskodex und Beschwerdeverfahren

Der vorliegende Verhaltenskodex hat zum Ziel, Regeln des Zusammenlebens und der Sicherheit festzulegen, die optimale Lernbedingungen schaffen. Die in unseren Kursen eingeschriebenen Schüler verpflichten sich, diese Regeln einzuhalten.

Sichere Umgebung / Zutritt vorbehalten: Es ist vollkommen verboten, in unsere Unterrichtssitze Waffen, Drogen und/oder alkoholische Getränke einzuführen. Unter keinen Umständen ist der Zugang zu unseren Unterrichtsräumen von Schülern, die sich unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen Drogen befinden, gestattet, wenn diese Zustände offensichtlich sind und den normalen Unterrichtsablauf und die Sicherheit der anderen Personen gefährden.

Respektvoller und höflicher Umgang: Unser Personal und die Schüler müssen sich in jedem Moment mit Respekt, Achtung und Höflichkeit begegnen, wie es sich in einer Bildungseinrichtung gehört. Beleidigendes und/oder diskriminierendes Verhalten und Sprachgebrauch, sexuelle Belästigung sowie physische, verbale und/oder psychologische Gewaltausübung sind in unserer Institution strengstens verboten und resultieren in einer sofortigen Trennung der ausübenden Person von unserer Institution.

Pflege der Einrichtungen und des Mobiliars: Um ein gesundes und angenehmes Lernklima bereitzustellen, müssen die Schüler die Nichtraucherzonen respektieren, Sauberkeit und Ordnung in den Klassenräumen und den Orten des gemeinsamen Gebrauchs halten und Schäden an den Einrichtungen unserer Unterrichtsorte sowie Schäden am Mobiliar und der Klassenausstattung vermeiden. Der Konsum von Nahrungsmitteln und Getränken ist in den Klassenräumen nicht gestattet.

Regeln für die Arbeit im Unterricht: Für eine optimale Nutzung der gemeinsamen Zeit im Unterricht sollen die Schüler unnötige Unterbrechungen des Unterrichtsablaufs vermeiden und die anderen Schüler nicht ablenken. Aus Rücksicht auf die Klassenkameraden soll auf den Gebrauch von Mobiltelefonen und anderen elektronischen Geräten verzichtet werden. Diese sollen während des Unterrichts ausgeschaltet bleiben. Zu vermeiden sind auch laute Unterhaltungen und andere Verhaltensweisen, die die anderen belästigen und ablenken können.

Anwesenheit und Pünktlichkeit: Um die Ziele und das Programm des Kurses vollständig durchführen zu können, ist es von größter Wichtigkeit, regelmäßig und pünktlich am Unterricht teilzunehmen. Wenn ein/e SchülerIn aus irgendeinem Grund zu spät zum Unterricht kommt, soll er/sie den Raum möglichst ohne den Unterricht zu stören betreten. Die Schüler müssen den Lehrer/ die Lehrerin über ihre Abwesenheit in Kenntnis setzen und sich selbstständig über den behandelten Stoff informieren. Sollten die Schüler zu dem selbstgelernten Stoff Fragen haben, steht ihnen der kostenfreie Nachhilfeservice in unserem Selbstlernzentrum zur Verfügung. Das Goethe-Zentrum bietet keinen Ersatzunterricht für Schüler an, die nicht am Unterricht teilgenommen haben.

Ehrlichkeit in den Prüfungen: Die Zertifikatsprüfungen sowie die Überprüfungen während des Kurses sind nützliche Werkzeuge zur Lernerfolgskontrolle. Sie ermöglichen es, die Stärken und Schwächen der Schüler im Lernprozess und der Beherrschung der deutschen Sprache festzustellen. Damit die Überprüfungen diesem Zweck dienen können, müssen die Schüler sie ehrlich ablegen. Plagiat, Betrug und andere Täuschungsarten sind in den Prüfungen verboten.

Vorgehen bei Reklamation und Beschwerden: Wenn ein Schüler/eine Schülerin ein Problem im Zusammenhang mit dem Lehrer/der Lehrerin oder mit anderen Kursteilnehmern hat, das seinen Lernprozess und seine Kursteilnahme einschränkt, ist folgendes Vorgehen zu befolgen:

  1. Der Schüler/die Schülerin soll direkt mit dem Lehrer/ der Lehrerin sprechen, sei es individuell, wenn es ein persönliches Problem ist, oder in der Gruppe, wenn das Problem alle betrifft. Normalerweise ist ein ehrliches und direktes Gespräch die schnellste und wirksamste Lösung des Problems.
  2. Wenn das zuvor genannte Vorgehen das Problem nicht löst, besteht der nächste Schritt darin, einen Brief an die akademische Leitung zu schreiben mit folgendem Inhalt:
  • a) Beschreibung des Problems;
  • b) Ergebnisse des ersten Schritts und Gründe, warum es nicht funktioniert hat;
  • c) Beantragung eines Treffens des/der betroffenen Schülers/ Schülerin und/oder der Gruppe mit der akademischen Leitung, um das Problem zu klären und zu lösen.

Schüler mit spezifischem Bedarf: Wenn ein Schüler/eine Schülerin aufgrund körperlicher oder anderer Bedingungen einen spezifischen Bedarf hat, muss er/sie unsere Einrichtung vor der Einschreibung in unsere Kurse davon in Kenntnis setzen. Das Goethe-Zentrum wird daraufhin auswerten, ob es ihm möglich ist, dem/der genannten Schüler/in  die Bedingungen und Mittel zur Verfügung zu stellen, die den spezifischen Bedarf dieses Schülers/dieser Schülerin für die Kursteilnahme am Deutschunterricht fordern. Wenn dies nicht möglich ist, informiert das Goethe-Zentrum den Schüler/die Schülerin darüber und schreibt ihn/sie nicht ein.

Recht auf Einschreibung: Das Goethe-Zentrum behält sich das Recht auf Einschreibung vor. Wenn ein Schüler/eine Schülerin gegen die zuvor genannten Verhaltensregeln verstößt und aus diesem oder einem anderen Grund die Sicherheit des Personals und der Schüler unserer Institution und/oder ihre körperliche Unversehrtheit gefährdet und/oder sie missachtet, hebt das Goethe-Zentrum die Einschreibung und die Teilnahme des/der genannten Schülers/Schülerin an den Kursen auf. Im Falle, dass ein Schüler/eine Schülerin wiederholt den normalen Unterrichtsablauf und die Gruppenarbeit im Kurs stört und verhindert und auf diese Weise die Erfüllung der Kursziele und des Kursprogramms gefährdet, hebt das Goethe-Zentrum ebenfalls die Einschreibung und die Teilnahme des/der genannten Schülers/Schülerin an den Kursen auf.

San José, 20. Oktober 2015.